Das kleine Kind ist gerade in den ersten sieben Lebensjahren dankbar für alles Wiederkehrende, Rhythmische. Das kann man z. B. gut beim kindlichen Spiel beobachten, wo die Freude an der Wiederholung oft auf das Unverständnis der Erwachsenen stößt ("Noch mal, Mama!"). Eine rhythmische Gestaltung des Tages-, Wochen- und Jahreslaufs stellt für das Kind einen Rahmen dar, in dessen Geborgenheit es aufwachsen kann.

Das Kind kann Vertrauen fassen und die Welt, in der es lebt, ist leichter zu durchschauen. Der Zeitgeist unserer Tage stellt an uns zumeist ganz andere Erwartungen. Veränderte Familienstrukturen und ein angespannter Arbeitsmarkt setzen Flexibilität voraus. Gerade in dieser Hinsicht möchte der Kindergarten einen Gegenpol bilden und einen Ausgleich schaffen, in der die Kinder einen überschaubaren, verlässlichen Lebensraum erfahren können.